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Sanierungsboom trotz erhöhter Rohstoffpreise

Haus- und Gebäudetechnik-Branche als Zugpferd für die gesamtdeutsche Wirtschaft

Die Wirtschaft ist durch die Pandemie stark gebeutelt?!

Die Grafik zeigt die Umsätze der Haus- und Gebäudetechnik-Branche.
Quelle: B+L im Auftrag von Messe Frankfurt – ISH/VDS/VdZ/BDH
Die Umsätze der Haus- und Gebäudetechnik-Branche konnten seit 2018 kontinuierlich gesteigert werden.

Ist das so? Nein! Denn es gibt Bereiche, die trotz Corona regelrecht boomen. Wieder allen Erwartungen. Der Einzelhandel zum Beispiel. Die neueste Schätzung des Statistischen Bundesamtes für die ersten elf Monate des Jahres 2021 spricht hier sogar von einem Rekordumsatz des Einzelhandels. Und damit steht dieser nicht allein. Auch die Umsätze im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik sind im Jahr 2021 erneut deutlich gewachsen.

Laut aktueller Branchendaten* hat sich die Haus- und Gebäudetechnik trotz gestiegener Rohstoffpreise und Lieferverzögerungen bei vielen Materialien und Produkten im vergangenen Jahr sehr positiv entwickelt. Schon 2020 seien die Umsätze um 5,7 Prozent auf 64,4 Milliarden Euro gestiegen. Für 2021 liegt die Prognose bei knapp 70 Milliarden Euro. Begründet wird dieses anhaltend starke Wachstum unter anderem durch den angeschobenen Sanierungsboom im privaten Wohnbau, der im Klimapaket 2020 verankert ist.

„Die anhaltend positive Entwicklung im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik zeigt den hohen Stellenwert der Branche als Zugpferd für die gesamtdeutsche Wirtschaft auf. Die Förderungen im Bereich der Energieeffizienz, der Bedeutungsgewinn des Einfamilienhauses und die Arbeit im Homeoffice haben zu einer besonders positiven Entwicklung im Bereich der Bestandsmaßnahmen beziehungsweise bei Sanierungen geführt. Insbesondere der Bereich Heizung hat dabei stark von den Fördermitteln aus dem Klimapaket 2020 profitiert“, sagt Dr. Michael Pietsch, Präsident der VdZ.

Positive Entwicklung im Sanitärbereich

Die gute Konjunkturentwicklung spiegelt sich auch im Sanitärbereich wider. Dies führt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft auf gestiegene Sanierungsbudgets, dem Trend zum „Wohnbad“ und zu mehr Exklusivität sowie zu barrierefreien Bädern zurück. Diese Trends werden nach Ansicht von VDS-Geschäftsführer Jens Wischmann auch nach der Pandemie das Badgeschäft bestimmen. „Sorge machen uns zwei Entwicklungen: der Fachkräftemangel und die allgemeine konjunkturelle Entwicklung. Wir hoffen, dass stärkere Belastungen der Bürger und Inflationsängste nicht zu einer Dämpfung der Konsumneigung führen. Zwar wird das prognostizierte Wachstum 2022 nicht mehr so stark wie noch im letzten und in diesem Jahr ausfallen, aber um die 3 Prozent sollten drin sein“, so Wischmann.

(*Quelle: Aktueller Bericht zu den Branchendaten Haus- und Gebäudetechnik 2020 von der B+L Marktdaten GmbH, beauftragt durch die Verbände: Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V. (VdZ), Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS), Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH) und Messe Frankfurt)

Donnerstag, 06.01.2022

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